Die Risikolebensversicherung bei Hartz IV: (Fast) kein Problem

25.03.2014

Wer auf das deutsche Sozialsystem angewiesen ist und Hartz IV benötigt, hat bei Kapitallebensversicherungen ein Problem: Sofern der Vorgang nicht „extrem unwirtschaftlich“ ist oder „unzumutbare Härten“ bedeuten würde, müssen die angesparten Beträge erst aufgebraucht werden, bevor der Staat zahlt. Anders sieht es bei der Risikolebensversicherung aus: Diese kann auch mit Hartz IV weitergeführt werden. Sie bedeutet diesbezüglich fast keine Schwierigkeit. 

Keine Ansparung – keine Schwierigkeiten 

In der klassischen Risikolebensversicherung werden keine Gelder angespart. Aus diesem Grund kann die Risikolebensversicherung prinzipiell auch dann ohne Probleme weitergeführt werden, wenn man staatliche Unterstützungszahlungen erhält. Der Staat zwingt auch nicht dazu, die Versicherung zu kündigen, um die Prämien zu sparen. Handelt es sich allerdings um keine reine Risikolebensversicherung, sondern um eine Police, die auch dafür geeignet ist, Geld anzusparen, greifen die klassischen Regeln für die Kapitallebensversicherungen: Erst müssen die angesparten Beträge, die über den zulässigen Freisummen liegen, aufgebraucht werden. In der Regel darf man 10.000 Euro zurückhalten.

Leistungen kappen Hartz IV 

Die Risikolebensversicherung bedeutet für staatliche Unterstützungszahlungen immer dann ein Problem, wenn der Leistungsfall eintritt. Vereinfacht gesagt: Zahlt die Police, so kann man erst einmal kein Hartz IV beziehen – solange, bis die Versicherungssumme aufgebraucht ist. Ist dies passiert und liegen nach wie vor die Bedingungen vor, die zum Bezug von Hartz IV berechtigen, dürfen die staatlichen Unterstützungszahlungen wieder in Anspruch genommen werden.

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