Die Riskolebensversicherung bei finanziellen Engpässen kündigen?

04.12.2012

Risikolebensversicherungen dienen der Absicherung von Hinterbliebenen. Auch als Absicherung von Darlehen für Alleinstehende werden diese Versicherungen gern genutzt. Aber was soll ich tun, wenn in der Vertragslaufzeit der Risikolebensversicherung bei mir finanzielle Engpässe eintreten? Ist eine Kündung sinnvoll oder überhaupt möglich? Und – wenn ja – welche Folgen hat die Kündigung?

Kündigung ist immer die ungünstigste Lösung

Wer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat und diese aufgrund von finanziellen Engpässen kündigt, hat immer große Verluste. Zum einen besteht ab sofort kein Versicherungsschutz mehr. Sollte dieser noch einmal benötigt werden, ist das Eintrittsalter für die Versicherung dann auch noch höher – die Beiträge werden bei neuem Versicherungsbedarf auch erhöht. Zum anderen erfolgt keine Auszahlung von Geldbeträgen bei Kündigung. Die Versicherung wird schlichtweg aufgelöst und letztlich verfallen die bereits in die Versicherung einbezahlten Beiträge komplett. Kombiniert mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Schaden für den Versicherungsnehmer noch größer, denn auch dieser Versicherungsschutz erlischt bei Kündigung.

Was tun, wenn die Finanzen vorübergehend knapp aufgestellt sind?

Die bessere Lösung, wenn es finanziell einmal zu eng für die Bezahlung der Versicherungsbeiträge wird, ist eine Beitragsfreistellung, während der Versicherungsschutz ruht. Für die Ruhephase besteht zwar kein Versicherungsschutz – die Beiträge müssen aber eben auch nicht bezahlt werden. Ist man wieder liquide, lebt der Versicherungsschutz wieder auf – und zwar im gleichen Vertrag. Das heißt, dass sich das Eintrittsalter nicht verändert, der Versicherungsschutz somit nicht teurer wird. Versicherungen sind immer bestrebt, ihre Verträge zu erhalten. Die Vereinbarung, den Versicherungsschutz für einen fixierten Zeitraum ruhen zu lassen, ist auch für die Versicherungsgesellschaft die angenehmere Lösung als eine Kündigung.

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