Risikolebensversicherung: Die Regeln bei Selbstmord und Mord

25.11.2013

Immer mehr Deutsche entscheiden sich dafür, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Der Haupternährer einer Familie möchte auf diese Weise seine Familie vor plötzlichen Schicksalsschlägen absichern. Allerdings greifen viele Versicherte in verzweifelten Zeiten auch zum Selbstmord. Ähnlich wie beim Mord gilt dabei: Es gibt meistens keine Leistungen.

Die Regeln beim Selbstmord 

Die Versicherer schließen Selbstmord als Leistungsgrund aus. Nimmt sich der Versicherte innerhalb der ersten drei Jahre (bei manchen Policen auch fünf Jahre) das Leben, muss der Anbieter der Familie nur den Rückkaufwert der Versicherung zahlen – zusätzlich fließen noch die eingezahlten Beiträge, von denen allerdings die angefallenen Kosten abgezogen werden. Einzige Ausnahme dabei: Ist der Selbstmord auf eine geistige Erkrankung zurückzuführen, so ist der Anbieter zur vollen Leistung verpflichtet.

Die Regeln beim Mord 

Prinzipiell verpflichtet Mord den Versicherer zur Zahlung der vereinbarten Leistung. Allerdings enthalten die Mehrzahl der Verträge einige Klauseln, welche dies ausschließen können. So haben die meisten Anbieter das Recht, mit der Zahlung zu warten, bis die Tat aufgeklärt ist. Wird sie dies niemals, muss der Versicherer tatsächlich auch in keinem Fall zahlen. Noch klarer ist es, wenn unter den Begünstigten der Versicherung der Mörder sein sollte. In diesem Fall wird die Police überhaupt nicht ausgezahlt. Bringt beispielsweise eine Frau ihren Mann um, um das Geld für sich und ihre Kinder einzustreichen, bekommt von diesen tatsächlich keiner auch nur einen Cent.

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