Risikolebensversicherung – wer sollte in der Familie versichert sein?

17.12.2012

Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, sollte vor dem Vertragsabschluss einige Faktoren berücksichtigen. Auch wer versichert wird, sollte frühzeitig und gut durchdacht werden. Nicht nur das reale Einkommen spielt hier eine wichtige Rolle.

Wer sollte überhaupt versichert sein?

Im Regelfall wird empfohlen, dass zumindest der Haupternährer einer Familie eine Risikolebensversicherung auf sich abschließt, um so im Falle des Todes eine wirtschaftliche Absicherung für die Familie zu erzielen. Das ist richtig – aber nur zum Teil. Verstirbt nämlich die Mutter der Kinder einer Familie, die möglicherweise auch nicht berufstätig war, dann entstehen für die Familie auch Mehrkosten. Kinderbetreuungen und andere Hilfen, die die Mutter zumindest in den alltäglichen Abläufen ersetzen sollen, kosten Geld. Das Einkommen der Familie bleibt allerdings gleich. Daher sollten auch Hausfrauen innerhalb der Familie über einen Versicherungsschutz durch die Risikolebensversicherung verfügen.

Volle Berufstätigkeit ist oft nicht mehr möglich

Im Falle des Todes der Mutter innerhalb der Familie ist für den hinterbliebenen Vater oftmals eine volle Berufstätigkeit nicht mehr möglich. Die Kinder haben nicht nur ihren Hauptversorger verloren – sondern eine sehr wichtige Bezugsperson. Diese lässt sich durch professionelles Betreuungspersonal nicht einfach ersetzen. Hinterbliebene Ehemänner treten daher häufig beruflich zurück, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Genau dies bringt aber weitere finanzielle Einbußen für die Familie mit sich. Mit der kleinen Halbwaisenrente, die gesetzlich gezahlt wird, sind diese Einbußen in der Regel nicht aufzufangen. Um das Einkommen der Mutter zu schätzen, gehen Experten übrigens von einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro aus, das für eine 70-Stunden-Woche angesetzt wird. Erziehungsarbeit wird zwar nicht bezahlt – ist aber im Todesfall auch ein finanzielles Problem.

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