Test von Risikolebensversicherungen: Persönliche Bedürfnisse entscheiden

04.11.2013

Nicht häufig macht sich eine unabhängige Institutionen die Mühe, die Anbieter von Risikolebensversicherungen genau zu testen. Umso interessanter ist es, wenn dies doch geschieht: Jüngst erstellte das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) einen solchen Vergleich und erzielte ein recht eigentümliches Ergebnis: Einen klaren Sieger gab es nicht. Stattdessen würden die persönlichen Bedürfnisse des Kunden entscheiden, so der Test. Lesenswert war der Risikolebensversicherungen Vergleich aus einem anderen Grund dennoch.

61 Anbieter getestet

Für ihren Test nahm das IVFP 61 Anbieter aus Deutschland genau unter die Lupe. Dabei unterschieden die Tester zwei Tarifmodelle: Basis und Premium. Die Letzteren enthalten die gängigen Zusatzangebote, während die ersten Policen nur den reinen Schutz bieten. Für den Test wurden dann gewisse Modellkunden entwickelt – also beispielsweise „Handwerker“, „Raucher“ oder Selbständiger. Für diese wurden fiktiv Risikolebensversicherungen gebucht.

Erhebliche Preisunterschiede

Das IVFP kam zu dem Ergebnis, dass sich kein reiner Testsieger unter den 61 Anbietern ermitteln lasse. Je nach persönlichen Bedürfnissen sei vielmehr ein anderer Anbieter von Vorteil, so die Autoren des Vergleichs. Lesenswert ist dieser vor allem aus einem anderen Grund: Der Test machte die erheblichen Preisunterschiede sichtbar, die sich aus dem individuellen Risiko ergeben. So können sich durchschnittliche Arbeitnehmer im Basistarif schon für deutlich weniger als zehn Euro monatlich versichern. Allerdings können die Prämien auch erheblich über 50 Euro rutschen, wenn man in einem riskanten Gewerbe tätig ist.

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