Wann kann die Risikolebensversicherung Leistungen verweigern?

06.02.2013

Die Risikolebensversicherung dient der Absicherung von Hinterbliebenen. Die Einreichung eines Totenscheins reicht aber nicht aus, um sofort Leistungen aus dem Vertrag zu beziehen. Die Versicherungsgesellschaft behält sich das Prüfungsrecht vor, ob ein Anspruch auf die Versicherungssumme besteht – und kann diese in bestimmten Fällen auch verzögern oder verweigern.

Wann leistet die Risikolebensversicherung immer?

Immer dann, wenn der Todesfall sich aus einer natürlichen und erklärbaren Ursache ergibt, kann man auch Leistungen aus der Risikolebensversicherung beanspruchen. Das ist auch der Fall, wenn ein Tod durch Unfall eintritt oder wenn eine zum Zeitpunkt des Abschlusses noch nicht bekannte oder aber bereits benannte und akzeptierte Erkrankung zum Tod führt. Deshalb ist es auch so wichtig, Gesundheitsfragen genau und vor allem ehrlich zu beantworten. Akzeptiert die Versicherung die zu versichernde Person trotz Erkrankungen, ist sie dann im Todesfall auch zur Leistungserbringung verpflichtet.

Und wann muss die Risikolebensversicherung nicht zahlen?

Generell bestehen mit dem Leistungsanspruch immer Probleme, wenn der Tod durch Selbsteinwirkung oder Fremdeinwirkung eingetreten ist, wenn es sich also um Selbstmord oder Mord handelt. Fast alle Gesellschaften haben in ihren Bedingungen einen Passus eingebaut, der sie beim Selbstmord der versicherten Person von Leistungen befreit. Schwieriger ist es bei einem Mord. In diesem Fall kommt die Versicherungssumme nur dann zur Auszahlung, wenn eindeutig geklärt ist, dass der Mörder nicht die oder eine der begünstigten Personen aus der Risikolebensversicherung ist. Deshalb muss gerade bei ungeklärten Mordfällen oftmals auch lange auf eine Klärung bezüglich der Auszahlung der Versicherungssumme gewartet werden. Das heißt weiterhin, dass bei einem ungeklärten Mord keine Leistung durch die Versicherungsgesellschaft erbracht werden muss – auch dann nicht, wenn keinerlei Verschulden der bezugsberechtigten Person besteht. Auch verschwiegene Erkrankungen führen zu Leistungsverweigerung – auch wenn sie mit dem Tod nicht ursächlich zusammenhängen.

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