Eine Risikolebensversicherung ermöglicht es, dass ein Beitragszahler, der eine Lebensversicherung abschließt, eine von ihm im Vertrag festgehaltene Person im Fall seines Todes finanziell absichert. In vielen Situationen ist dies eine sinnvolle Maßnahme, da Geld nicht nur Lebensqualität bietet, sondern vor allem Sicherheit. In einer Familie, in der nur ein Alleinverdiener für den Lebensunterhalt aller Beteiligten verantwortlich ist, verlieren alle abhängigen Mitglieder im Fall des Todes des Alleinverdieners ihre Lebensgrundlage. Schließt der Alleinverdiener eine Risikolebensversicherung ab, ist zumindest für einen bestimmten Zeitraum keine finanzielle Not für die Hinterbliebenen zu befürchten. Dies gilt auch, wenn der Versicherungsnehmer bereits kurz nach Abschluss der Versicherung zu Tode kommt um noch nicht lange in den Versicherungstopf eingezahlt hat.

Unter welchen Umständen ist eine Lebensversicherung sinnvoll?

Je nach Lebenssituation gilt es abzuwägen, ob eine Risikolebensversicherung abzuschließen sinnvoll ist. Grundsätzlich kann gesagt werden, wenn Angehörige vorhanden sind, die abhängig sind von dem Einkommen desjenigen, der eine Lebensversicherung abschließen will, ist eine Risikolebensversicherung auf jeden Fall eine vernünftige Investition. Anders verhält es sich, wenn jemand keine Angehörigen hat bzw. wenn alle Angehörigen finanziell unabhängig sind. Zwar sind die Kosten einer Risikolebensversicherung relativ gering, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Anspruch genommen werden muss, ist ebenfalls gering, weswegen die Entscheidung abhängig ist von den individuellen Wünschen der potentiellen Versicherungsnehmers.

Es kann grundsätzlich zwischen zwei Hauptvarianten der Lebensversicherung unterschieden werden, die von den verschiedenen Versicherungsgesellschaften angeboten werden. Als erstes ist die einfache Risikolebensversicherung zu nennen, bei der im Fall des Todes des Versicherungsnehmers ein fester Betrag an die begünstigte Person ausgezahlt wird. In der Regel wird geraten, es solle das vier- bis Fünffache des Jahreseinkommens als Versicherungssumme angesetzt werden, um den Hinterbliebenen genügend Sicherheit zu bieten, den Verlust auf gesunde Art verarbeiten und das Leben neu ordnen zu können. Neben der reinen Risikolebensversicherung gibt es als zweite Hauptvariante die Kapitallebensversicherung. Sie dient in der Regel dazu, Kredite oder Hypotheken abzusichern, so dass im Fall des Todes das Finanzinstitut die verbleibenden Leistungen von der Versicherung ausgezahlt bekommt. Sofern keine Absicherung zum Beispiel in Form von Bar- oder Aktienvermögen vorliegt oder eine Immobilien als Sicherheit angegeben werden kann, verlangt jedes Finanzinstitut in der Regel standardmäßig, dass ein Kreditnehmer, der einzig und alleine seinen Lohn als Sicherheit anbieten kann, eine Kapitallebensversicherung abschließt. Vielen, die bereits bei einer Sparkasse oder bei einer Bank einen Kredit aufgenommen haben, wird dieser Umstand bekannt sein. Neben unzähligen anderen Formularen und Schriftstücken, dies es durchzuarbeiten und zu überprüfen galt, wird man auch über einen Antrag zur Kapitallebensversicherung gestolpert sein, der vom Berater sicherlich gewissenhaft erklärt wurde. Es ist zu beachten, wer von Seiten eines Kreditinstitutes auf eine Kapitallebensversicherung angewiesen ist, da ihm ansonsten kein Kredit oder keine Hypothek gegeben wird, sollte sich nicht auf die Angebot beschränken, welches von der Versicherung gegeben wird, die mit der Bank zusammenarbeitet. Es steht jedem Verbraucher frei, von unabhängigen Versicherern Vergleichsangebote einzuholen und ggf. auch in Anspruch zu nehmen. Es muss der Bank lediglich nachgewiesen werden, dass ein Versicherer im Falle des Todes alle noch offenen Forderungen der Bank erfüllt, damit die Vertragsbedingungen erfüllt sind.

Prinzipiell ist die Kapitallebensversicherung nicht nur für Banken und Finanzinstitute ein vernünftige Maßnahme, um das Risiko eines finanziellen Verlustes zu reduzieren, sondern auch für die Hinterbliebenen stellt die Kapitallebensversicherung einen guten Schutz dar, damit sie nicht mit zusätzlichen finanziellen Anforderungen überfordert werden. Die Kapitallebensversicherung stellt sicher, dass sämtliche Kreditverbindlichkeiten nicht zu Lasten des Hinterbliebenen fallen, welcher in der Regel ohnehin bereits finanziell vor einer schwierigen Situation steht. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass von dem Hinterbliebenen Schulden zu tragen wären, die möglicherweise den weiteren Lebensweg schwerwiegend belasten würden. Daher ist eine Kapitallebensversicherung nicht nur für die Banken eine notwendige Forderung, um sich abzusichern, sondern sie ist auch für den Hinterbliebenen eine sinnvolle Maßnahme.

Die Kosten einer Risiko- oder Kapitallebensversicherung sind in Relation zu den Auszahlungen eher gering.
Dies liegt an dem Umstand, dass ein Großteil der Versicherungsnehmer während des Versicherungszeitraumes nicht stirbt. Daher müssen die Versicherer oftmals keine Auszahlungen leisten und können hohe Profite machen. Jedoch differieren die Kosten für eine Risiko- oder Kapitallebensversicherung je nach Vertragsbedingungen und Versicherungsanbieter teils deutlich, weswegen jeder potentielle Versicherungsnehmer auf jeden Fall mehrere Angebote einholen sollte.

Um ein Beispiel für die Kosten einer Risikolebensversicherung anzuführen, sei ein dreißigjähriger Nichtraucher genommen, der bei einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Auszahlungssumme in Höhe von 50.000 Euro bei der günstigsten Versicherung 36 Euro jährlich zu zahlen hat, während der teuerste Anbieter für die gleiche Leistung einen jährlichen Betrag in Höhe von ca. 73 Euro verlangt, was ein Aufschlag von immerhin 100 Prozent darstellt. Wie ersichtlich wird, ist der Betrag, der eingezahlt wird, in Relation zu der Auszahlungssumme relativ gering und kann von den meisten Menschen finanziell erbracht werden. Es sei angemerkt, dass bei Versicherungsanschluss alle angeforderten Informationen wahrheitsgemäß und korrekt angegeben werden sollten, was auch auf eine Genusssucht wie das Rauchen zutrifft. Wer zum Beispiel vorsätzlich verschweigt, dass er seiner Gesundheit durch Rauchen Schaden zufügt, um die jährlichen Versicherungszahlungen zu senken, verliert im Ernstfall sämtliche Ansprüche an die Versicherung, wenn herauskommt, dass bei Vertragsabschluss betrogen wurde.

Viele Versicherer haben eine „Risikolebensversicherungen auf verbundene Leben“ im Angebot, mit der man die anfallenden Versicherungskosten noch einmal etwas reduzieren kann. Sobald eine rechtsgültige Ehe abgeschlossen wurde, kann von beiden Ehepartnern eine gemeinschaftliche Risikolebensversicherung abgeschlossen werden, die als Begünstigten den Ehepartner ansetzt. In solch einem Fall reduziert sich der jährliche Betrag, den beide gemeinsam zu zahlen haben, um einige Euro. So müssen zwei dreißigjährige Nichtraucher, die einen Vertrag mit zehn Jahren Laufzeit abschließen, der eine Auszahlungshöhe von 50.000 Euro umfasst, lediglich zwischen 67 Euro und 124 Euro im Jahr an die Versicherung zahlen. Wer Interesse hat, sollte sich mit den verschiedenen Versicherern in Verbindung, damit sie ihn über die aktuellen Angebote informieren können.

Abschließend kann gesagt werden, dass eine Risikolebensversicherung eine sinnvolle Art der Absicherung darstellt. Sofern eine Familie nur über die Einkünfte eines Alleinverdieners verfügt, kommen im Falle seines Todes auch in finanzieller Hinsicht schwere Zeiten auf die Hinterbliebenen zu. Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, kann zumindest diese Sorgen und Nöte reduzieren. Ein weiterer Vorteil, der für diese Art der Versicherung spricht, sind die geringen Kosten, die von den Versicherungen verlangt werden.

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